Du hast eine Geschichte! Das ware die Schlussworte des Bischofs am Mittwochabend, 24.01.2024, und gleichzeitig die Aufforderung an die Gemeindemitglieder, ihren Glauben und ihre Erlebnisse im Glauben kundzutun.
Als Grundlage diente das Wort aus Apostelgeschichte 3, Vers 6: "Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher! "
Auf Jesus blicken
Mit dem Lied "Blicke nur auf Jesus" eröffnete der Chor den Gottesdienst nach dem Bibelwort. Der Bischof ging zu Beginn des Gottesdienstes auf das Lied des Chores ein, verbunden mit dem Wunsch, dass es jedem im Gottesdienst warm im Herzen werde und man auf Jesu blicken könne.
Auf Gottes Gnade angewiesen
Der Bischof ging im weiteren Verlauf auf den Kontext des Bibelwortes ein und beschrieb die Begebenheit aus der Bibel (vgl. Apostelgeschichte 3, die Heilung des Gelähmten). Er reflektierte die Begebenheit auf die heutige Zeit. Jeder käme als Sünder und habe nichts vorzubringen. Alle sind auf die Gnade Gottes angewiesen. Diese zeige sich in den Sakramenten, der Erwählung und der grundsätzlichen Hinwendung Gottes zu den Menschen und der Begleitung der Menschen.
"Jeder sei dazu auf gerufen, den Herrn hinzuschauen in einer jeglichen Situation im Glauben ,um die Berührung Gottes zu erleben", so Bischof Kramer. Der Glaube sei grundsätzlich immer aufs Neue gefordert, wenn es ums Evangelium geht. Dies falle heute oft schwer, das, was sich unserer Vernunft entziehe, als Realität anzunehmen.
Zeuge Christi sein
Ein Zeuge braucht eine Geschichte. Was solle man denn bezeugen, wenn man keine Geschichte hat? "Als Zeugen Christi brauchen wir ein Erleben mit Jesus, was unser eigenes persönliches Leben betrifft, und von Überzeugung getragen ist, wenn es um unser Glaubensziel geht", so der Bischof. Mit dem Appell "Du hast eine Geschichte" forderte er dazu auf, die Erlebnisse, die man im Glauben gemacht hat, kundzutun. Dies sei auch ein Auftrag als Christ.
Das Apostelamt wirkt auch heute
In seinem Predigtbeitrag ging Hirte Jörg Lonthoff aus Darmstadt auf die Situation des Bibelwortes ein. Und wies darauf hin, dass hier ein Apostel im Namen Jesus Christus gehandelt habe. Er verwies darauf, dass das Apostelamt auch heute noch wirksam sei und dies nicht in Vergessenheit geraten sollte.
Gnade im Glauben annehmen und in Dankbarkeit davon zeugen
Evangelist Helmut Marquardt, Vorsteher der Gemeinde Darmstadt, fasste in seinem Predigtbeitrag den Inhalt des Gottesdienstes in einem kurzen Satz zusammen: "Gnade im Glauben annehmen und in Dankbarkeit davon zeugen".
Er verwies darauf, dass Gott eine unendliche Geduld habe und immer wieder eine neue Tür und eine neue Perspektive auf tue. "Und dann stehen wir wieder an der gleichen Stelle und mir hat doch die Kraft gefehlt, Ich hab zu wenig aufgepasst und war zu unaufmerksam, habe den Moment dahin streichen lassen", so der Evangelist.
Er sagte weiterhin, dass man oft zu sehr auf sich und zu wenig auf Christus schaue. Seine Empfehlung daher: "Schaue nur auf Christus." Und "nimm aus dem, was Gott dir bereitet, nimm die Kraft zu dir und dann werde vom Fischer wie ein Petrus zum Jünger und Nachfolger Christi."
Den Abend erlebten auch viele Geschwister aus Darmstadt digital, da der Gottesdienst in Darmstadt wegen Heizungsausfall abgesagt werden musste und die Geschwister über IPTV nach Ober-Ramstadt eingeladen wurden.
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