Am 6. Dezember 2023 besuchte Bischof Jürgen Kramer die Gemeinde Biebesheim.
Als Grundlage für den Gottesdienst diente ein Bibelwort aus Jakobus 5,8: „Seid auch ihr geduldig und stärkt eure Herzen denn das Kommen des Herrn ist nahe“.
Bischof Kramer stellte zu Beginn die Frage, ob das Kommen des Herrn noch so richtig fest in unserem Herzen steht. Ist die Erwartung der Wiederkunft Jesu Christi noch Glaubensgewissheit in uns? Das ist keine Erfindung der Neuapostolischen Kirche, das ist zentrales Element christlichen Glaubens. Seid geduldig, bis zum Kommen den Herrn und stärkt Eure Herzen.
Im Jakobusbrief geht es um einen Bauer, der damals nach der Aussaat geduldig auf den Regen und die Sonne gewartet hat und dabei dann bestimmt oftmals betend und hoffend zum Himmel geschaut hat. Es geht also um die Geduld, um das Ausharren und das standhafte Warten auf die Zusage des Herrn.
Was tut im Natürlichen dem Herzen gut?
1. In Bewegung bleiben
Sie blieben beständig in der Lehre der Apostel. Apg. 2,42. Wir wollen nicht nur an dieser Aussage stehen bleiben. Lasst uns in Bewegung bleiben heißt, beständig bleiben in der Lehre des Apostolats und in der Nachfolge, sie tut dem „Herzen“ gut
2. Gute Ernährung
Wir leben in einer Zeit der Meinungen, Ideen und Nachrichten, die wie ein Wasserfall über uns stürzen, aus allen möglichen Richtungen kommend, wo es schwierig ist innerlich Stand zu halten sowie Richtung und Orientierung zu bewahren. Diese Dinge können unsicher machen und das Glaubensziel aus dem Blickfeld rücken. Das tut dem Herzen nicht gut. Achten wir geistiger Weise auf gute Ernährung im Wort Gottes aus dem Heiligen Geist. Der würdige Genuss des heiligen Abendmahls im Glauben ergriffen ist die gute Ernährung, sie bietet erwartende, beständige, ausharrende Lebens Gemeinschaft mit Christus heute und in Zukunft. Auch die heilige Schrift gibt uns eine gute Ernährung.
3. Frische Luft
Achten wir auf ausreichend frische Luft, sie tut dem Herzen gut.
Geistigerweise ausatmen, sprechen und hören. Der Luftaustausch ist das herzliche innige Gebet. Lasst uns ganz bewusst dazu ein Zeitfenster einrichten. Im Gebet mit unserem himmlischen Vater ausreichend sprechen, ihm sagen was uns bedrückt und hören was er uns sagt. Ausatmen, sprechen, einatmen, hören. Dann besteht die Chance, dass Gott uns auch im Gebet etwas mit gibt, das dem Herzen, unserer Seele gut tut.
4. Gemeinschaft
Was stärkt unsere Herzen? Gemeinschaft mit Gott und untereinander. Dazu gehört, auf dem gemeinsamen Weg nicht zu streiten, auch wenn man die Dinge unterschiedlich sieht und den anderen nicht zu verletzen. Bei dauerhaftem Zank kann man zerbrechen, es stärkt definitiv nicht das Herz, es belastet und nimmt uns die Fähigkeit auszuharren und die Freude auf den wiederkommenden Herrn.
12. Dezember 2023
Text:
HL
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