Bischof Kramer legte dem Gottesdienst am Sonntag, 10.11.2024 in Biebesheim ein Bibelwort aus Matthäus 24,40.41 zugrunde: "Dann werden zwei auf dem Felde sein; der eine wird angenommen, der andere wird preisgegeben. Zwei Frauen werden mahlen mit der Mühle; die eine wird angenommen, die andere wird preisgegeben."
Zu Beginn seiner Predigt griff Bischof Kramer den Gedanken aus dem zweiten Vers des Eingangsliedes 402 auf, „Doch oft seh ich´s nicht mehr getrübt ist mir der Blick, in ird'scher Sorgen Nebelmeer, in Leid und Missgeschick“
Ein solches Nebelmeer der irdischen Sorgen kann uns den Blick verstellen auf das Wesentliche, auf unser Glaubensziel, das och vor uns liegt. Wir können nicht sagen wann das sein wird. „Ihr wisst weder Zeit noch Stunde“ sagte Jesus. Er gibt einige Hinweise auf diese Zeit, wie z.B.:
- „Es wird sein Krieg und Kriegsgeschrei, Bedrängnis weil ihr mich bekennt“.
- "Es werden sich auch falsche Propheten erheben"
- "Die Missachtung des Gesetzes wird überhand nehmen und deshalb die Liebe in Vielen erkalten".
Christus sagt aber auch "Es wird das Evangelium gepredigt werden vom Reich, der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker und dann wird das Ende kommen.“ Wir können den Zeitpunkt der Wiederkunft Christi nicht wissen - entscheidend ist unsere Bereitschaft, auf ihn zu warten.
Bischof Kramer zeichnet anhand des vorgelesenen Bibelworts ein Bild der Kirche.
Zwei Personen, die auf dem Feld arbeiten, säen und ernten, und zwei Frauen, die an der Mühle arbeiten. An manchen Orten befindet sich die Kirche in einem Entwicklungsprozess – es wird ausgesät und geerntet. An anderen Orten existiert sie schon seit langer Zeit – die Früchte der Missionsarbeit wurden schon geerntet, die Arbeit ist auf das Bestehende ausgerichtet.
In Lukas 17,34 lesen wir von zwei Personen die „auf einem Bett liegen“. Es gibt auch Orte, wo die Kirche „ruht“, weil die Religionsausübung von den Behörden verboten ist; oder aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen oder ganz einfach wegen der Alterung der Gläubigen und des Mangels an ordinierten Geistlichen. Es ist in allen Verhältnissen möglich, den Glauben zu behalten und sich auf sein Kommen vorzubereiten. Unser Gebet sollte genügend Raum für das Wiederkommen des Herrn und die Verkürzung der Zeit haben.
Der Herr hat von jedem Personenpaar einen angenommen, das will uns sagen, es ist völlig gleich wie der Zustand der Kirche in irgendeiner Region ist, das nimmt keinen Einfluss auf das Kommen des Herrn, er kommt wenn die Zeit erfüllt ist.
Bischof Kramer schloss mit dem Aufruf, die Botschaft von der Wiederkunft weitertzuragen als eine Freude, Bekenntnis und Glaubensgrundlage, die fest in uns steht.
In seinem Predigtbetrag berichtete Hirte Jörg Lonthoff von einem Jugendgottesdienst, den er kürzlich erlebt hatte, wo viele junge Menschen begeistert und überzeugt den Herrn gelobt und gedankt haben. Wir haben eine Zukunft, das Werk Gottes ist kein aussterbendes Werk, es ist das Werk, das Christus begonnen hat und auch vollenden wird. Die Frage die wir uns stellen müssen ist: bin ich bereit für sein Wiederkommen?
Bezirksevangelist Gerhard Steinke verglich in der Vorbereitung auf das Sakrament des Heiligen Abendmahls dieses mit einer Ladestation für die Seele, wo man ihr wieder genügend Energie zuführen kann.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls beendete der Bischof den Gottesdienst mit Gebet und dem Schlusssegen.
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