Bischof Jürgen Kramer hielt am Mittwoch, den 9. Oktober 2024, in der Gemeinde Langen den Gottesdienst. Dazu waren auch die Gemeinde Darmstadt und die Vorsteher des Bezirks eingeladen.
Als Grundlage für diesen Gottesdienst diente ein Bibelwort aus Lukas 14, Vers 11: „Denn wer sich selbst erhöht, der soll erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der soll erhöht werden.“
Der Bischof begann seine Predigt mit der Frage nach Anspruch und Wirklichkeit anhand eines alten Gedichtes „Über die Erde wandelt eine heilige Schar“. Dies sei der Anspruch, doch erlebten wir mitunter, dass es auch in unseren Gemeinden oder in den Familien Streit gebe. Das war früher so und ist auch heute so. Aber das soll uns nicht daran hindern, an Verbesserungen zu arbeiten.
Als nächsten Gedanken führte er einige W-Fragen an, welche man stellt, um einen Artikel zu schreiben. Diese stellte er aber in Bezug auf das Arbeiten an der Demut:
- Was sollen wir tun?
- Wie sollen wir es tun?
- Wofür sollen wir es tun?
Hierzu gibt Jesus Aussagen, die wir in Matthäus 6 finden:
Lasst uns nicht um des Gesehenwerdens Taten tun, wie Almosen geben, fasten und beten. Man möge es im Verborgenen tun. Gott sieht es, und wird es vergelten. Auch wenn man als Gast zu Tische geladen sei, möge man sich wie im Gleichnis Lukas 15, 7-14 beschrieben, nicht eigenmächtig den besten Platz wählen, sondern demütig einen hinteren Platz.
Der Bischof betonte, dass wir Demut im Gottvertrauen haben sollen, so wie Jesus. Dieser hatte in Gethsemane so innig zu Gott gebetet, dass ihm der Schweiß wie Blutstropfen von der Stirn lief und er blieb demütig im Vertrauen auf Gott. Wenn wir in Demut dienen, dann sei das eine Frage des Herzens.
Es erfolge keine Leistung gegen Gegenleistung und wie in Lukas 14, Vers 14 beschrieben, werde der himmlische Vater es bei der Auferstehung der Gerechten vergelten.
Bezirksältester Tobias Rother hob in seinem Wortbeitrag die unterschiedlichen Einstellungen der beiden Männer hervor, die rechts und links von Jesus am Kreuz hingen, da einer von Ihnen demütig war.
Nach dem Abendmahl wurde der Gottesdienst mit dem Schlusssegen beendet. Musikalisch wurde der Gottesdienst durch Chor und Orchester begleitet.
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