Am Sonntag, den 04. Mai 2025, wurde aufgrund der Bauarbeiten am Kirchengebäude der Gemeinde Darmstadt in den Räumlichkeiten der katholischen Kirche St. Georg in Darmstadt-Eberstadt der Konfirmationsgottesdienst gefeiert. Der Bezirksälteste Tobias Rother hielt den Gottesdienst, bei dem drei Konfirmanden aus den Gemeinden Darmstadt und Langen am Altar ihr Konfirmationsgelübde ablegten.
Dem Gottesdienst lag das Textwort aus Philipper 2, Vers 4 zu Grunde:
„Und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.“
Bezirksältester Rother ging am Anfang seines Predigtteils auf das Eingangslied „Kommt stimmt alle jubelnd ein“ ein und hob hervor, dass „Jubeln“ mehr als „Freude“ und „Dankbarkeit“ sei. So wie im „Sommermärchen“ bei der Fußball WM 2006 sollten wir uns eigentlich alle jubelnd in den Armen liegen - weil Gott uns so lieb hat. Insbesondere in dieser Zeit nach Ostern sollten wir uns ganz besonders auf Pfingsten freuen, da die Geschehnisse nach der Auferstehung Jesu bis heute und in die Zukunft nachwirken.
Auf das Textwort eingehend, erinnerte sich der Bezirksälteste zurück an seine Konfirmation und reflektierte, ob er damals schon geschaut hatte, wie man dem anderen dienen könne.
Er fragte in die Gemeinde, ob Sprüche wie „Nein, das tue ich mir nicht an!“ bekannt seien, wenn zum Beispiel jemand Hilfe benötige oder jemandem auf der anderen Straßenseite etwas heruntergefallen sei. Man höre diesen Ausspruch in unserer Gesellschaft immer häufiger. An die Konfirmanden gewandt führte er als Beispiel, wo man helfen könne, das Thema Mobbing an.
In der heutigen Zeit, in der Fake-News und Ungerechtigkeiten immer häufiger in den Vordergrund treten, brauche es Menschen, die darauf schauen, was dem anderen dient und nicht nur auf das, was einem selbst zum Vorteil dient. So rühmen sich im Beruf viele, bei einem Projekt mitgeholfen zu haben, wenn es erfolgreich war – aber keiner, wenn es nicht so gut gelaufen sei.
Die Frage, wie man es schaffen könne, anderen zu dienen, beantwortete der Bezirksälteste, indem er auf die Kraft und Befähigung verwies, die der Liebe Gott hierfür gebe – und ganz besonders werden die Konfirmanden durch das heutige Textwort hierin gesegnet.
Wiederum mit Blick auf die heutige Gesellschaft gab der Bezirksälteste den Rat an die Konfirmanden, sich diese Personen, die mobben oder Lügengeschichten erzählen, nicht zum Vorbild zu nehmen. Stattdessen sollen wir Jesus in uns hineinlassen, seine Werte teilen und schauen, wie man dem anderen dienen könne. Den Konfirmanden wünschte er, dass Jesus einen festen Platz in deren Herzen einnehme und das Textwort gelebt werden könne – auch wenn es Dinge geben werde, die Zeit und Raum von ihnen fordern.
Hirte Jörg Lonthoff verwies in seinem Predigtteil darauf, dass Konfirmationsgottesdienste uns zeigen, was es heißt, Christ zu sein und Gutes zu tun. Dieser Segen solle sich in die Konfirmanden hineinlegen. In der Konfirmandenfreizeit habe man sich damit beschäftigt, wie man Gutes tun könne und die Ergebnisse auf einem Flipchart zusammengetragen. Ebenso wie bei den Fragen, wie man Jesus erleben könne und wo man sich in der Gemeinde sehe, kamen hier immer mehr Punkte zusammen, so dass am Ende das Flipchart voll mit Zetteln war. Mit Freude blicke er deshalb den aufgeführten Aktivitäten der Jugend in der Gemeinde entgegen.
Anschließend wurde ein Brief des Stammapostels an die Konfirmanden vorgelesen.
Vor der Erteilung des Konfirmationssegens führte Bezirksältester Rother an die Konfirmanden aus, dass es nicht immer leicht sei, Gutes zu tun. Der Liebe Gott möge aber das Verhältnis zu den Konfirmanden stärken, so dass auch andere spüren, dass sie besonders seien.
Die Konfirmanden sprachen daraufhin ihr feierliches Konfirmationsgelübde und wurden durch Handauflegung vom Bezirksältesten Rother gesegnet. Nach dem Gottesdienst war Gelegenheit für Familienangehörige, Freunde und Glaubensgeschwister, ihre Glückwünsche zu überbringen und die jungen Christen zu feiern.
Musikalisch wurde der Gottesdienst durch zahlreiche Beiträge des Orchesters und des gemischten Chors aus den Gemeinden Darmstadt und Langen begleitet.
8. Mai 2025
Text:
Oliver Schoepp
Fotos:
Marcel Felde,
Reinhold Rust
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