Vor der beeindruckenden Kulisse des Darmstädter Waldfriedhofs trafen sich am Nachmittag des 1. März etliche Glaubensgeschwister und Interessierte aus dem Bezirk Darmstadt zu einer Gedenkfeier.
Vor der beeindruckenden Kulisse des Darmstädter Waldfriedhofs trafen sich am Nachmittag des 1. März etliche Glaubensgeschwister und Interessierte aus dem Bezirk Darmstadt zu einer Gedenkfeier.
Sternenkinder
Der Weg über den Friedhof führte als erstes zum Grabfeld für die Sternenkinder. Die Leiterin des Sternenkinderzentrums Helga Schmidtke lud zum gemeinsamen Trauern und Gedenken ein:
„Wir möchten die kleinen Seelen ehren, die viel zu früh von uns gegangen sind – unsere Sternenkinder. Auch wenn sie nur für einen kurzen Moment in unserem Leben waren, haben sie einen bleibenden Eindruck in unseren Herzen hinterlassen.
Gebt Euren Sternenkindern Namen! Gebt ihnen wohlklingende, bedeutungsvolle, liebkosende Namen. Und erzählt von ihnen! So werden sie einzigartig sein … So, wie sie bei Gott einzigartig sind.
Gott sagt: Fürchte dich nicht, ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Im Himmel stehen sie geschrieben, die Namen unserer Kinder, unauslöschlich wie die Sterne am Himmelszelt“.
Das gemeinsame Lied „Wenn Friede mit Gott meine Seele durchdringt“ war zugleich die Botschaft für die kleinen, verstorbenen Seelen und auch Trost für die Trauernden.
Kriegsopfer
Der Weg führte weiter zu dem Mahnmal der Kriegsopfer, das auch das Massengrab für die rund 12.000 Opfer der Brandnacht vom 11.9.1944 in Darmstadt ist. Priester Oliver Mell ging in seinem geistlichen Impuls auf die schrecklichen Ereignisse jener Nacht ein, bei der auch 2000 Kinder und Jugendliche ihr Leben verloren. Manche Namen sind bei dem Mahnmal zu lesen, aber es fehlen auch viele Namen – doch Gott kennt sie alle! „Aktuell toben 34 Kriege auf der Welt mit vielen tausenden an Toten, die unerwartet aus dem Leben gerissen wurden. In welchem Seelenzustand mögen sie im Jenseits angekommen sein?
Der Wiederaufbau des zerstörten Darmstadts erforderte Hoffnung und die Zuversicht auf einen bleibenden Frieden, gepaart mit dem festen Willen die Zukunft zu gestalten. Das Nagelkreuz, als Symbol für Versöhnung und Frieden aus jener Zeit hat seit dem Ende des Krieges auch in der Darmstädter Stadtkirche seinen Platz
Jesus schenkt uns seinen Frieden – anders als die Welt Frieden gibt. Dort, wo der Friede aus Christus in einer Seele lebt, ist wahre Ruhe – auch in Zeiten äußerer Bedrängnis. Unabhängig vom Seelenzustand des Einzelnen lädt Jesus jede Seele ein Licht und Liebe, Gnade und Vergebung zu erlangen“.
Das gemeinsame Lied „O Herr schenk Frieden“ erklang als Bitte zu unserem Gott und auch als Einladung für die Seelen, die gewaltsam aus dem Leben gerissen wurden.
Wieder am Eingangsportal angekommen sangen alle gemeinsam das altbekannte Lied „ich bete an die Macht der Liebe“, bevor Hirte Lonthoff zum abschließenden Gebet einlud, um für alle Seelen im Jenseits gemeinsam zu beten.
Nach endlosen Regentagen vor dieser Gedenkfeier hat uns Gott wieder einmal erleben lassen, dass er die Regenwolken von uns fernhalten kann…
11. März 2025
Text:
aw
Fotos:
Marcel Felde
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