Apostel Gerd Kisselbach hatte innerhalb seines Apostelbereichs einen sogenannten "Bezirksämteraustausch" angeregt - die Bezirksvorsteher und ihre Vertreter halten ab und zu in Gemeinden außerhalb ihres Kirchenbezirks Gottesdienste - im Austausch mit den dortigen Bezirksämtern. Priester Andreas Weber, einer der beiden Bezirksvorstehervertreter im Bezirk Marburg, reiste deshalb am 21. Juni in den Süden der Gebietskirche, um in Bensheim mit den Gemeinde Bergstraße und Biebesheim Gottesdienst zu feiern.
Der Vorsteher der Gemeinde Bergstraße, Evangelist Gerd Schaubach, schreibt dazu: Mein schriftlicher Willkommensgruß für Priester Weber am Donnerstag zuvor erhielt eine umgehende Antwort: "Ich freue mich auf den Gottesdienst, den wir gemeinsam feiern dürfen, ich freue mich auf die Gemeinde, auf die Geschwister und Freunde, die Teil der Gemeinde sind und mich früher in unserem Bezirk begleitet haben." Bei der persönlichen Begrüßung am Sonntagmorgen vor dem Gottesdienst hatte ich das Gefühl, dass wir einander schon lange kennen, obwohl wir uns zum ersten Mal begegneten.
Dem Gottesdienst lagt ein Bibelwort aus Hebräer 10, 23 zugrunde: "Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat." Durch das Wirken des Heiligen Geistes in verständnisvoller, anschaulicher und lebensnaher Zugewandheit fiel für mich ein neues Licht auf das altbekannte Schriftwort. Wenn wir etwas festhalten wollen, brauchen wir Muskelkraft, wenn wir im Leben ins Wanken kommen, müssen wir uns anstrengen, das Gleichgewicht wieder zu finden, so Priester Weber sinngemäß. Ja klar, so ist das mit der Hoffnung auf das baldige Wiederkommen des Bräutigams Jesu Christi doch auch. Kein Spaziergang, kein Selbstläufer, die Berufung als Gotteskind festzuhalten, zu leben und sogar freudig zu bekennen. Doch auf Gott, der mich berufen hat, ist Verlass, er ist treu! Mit ihm schaffe ich es! Diese Botschaft, aus überzeugtem Herzen kommend, traf Mut machend in mein Herz.
Ein Zeugnis, das mich nach dem Gottesdienst erreichte, vertiefte die große Freude über das gemeinsam erlebte gnadenreiche Gotteswirken. Priester Weber lud die Gemeinde zum Einzug der Kinder, die aus dem Unterricht hinzukamen, vor der Feier des Heiligen Abendmahles ein, seinem Impuls folgend das Lied "Immer mutig vorwärts" zu singen. Ein Glaubensbruder schrieb mir dazu nach dem Gottesdienst: "Ich war sehr glücklich, als der Dienstleiter vor dem Abendmahl dieses Lied singen lies. Das war immer mein Lieblingslied gewesen. Und das wird auch immer so bleiben."
Belebende Begegnungen von Herz zu Herz mit Christus in der Mitte, die uns in unserer Entscheidung bestärken: "Mag der Feind auch toben, mögen Stürme wehn, mit des Herrn Aposteln lasst uns vorwärts gehn!" (aus Gesangbuch der Neuapostolischen Kirche, Lied Nummer 198).
23. Juni 2026
Text:
Gerd Schaubach
Fotos:
Mara Stodian
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