Die Gemeinde Dieburg befindet sich in einer besonderen Zeit des Aufbruchs: Der Neubau der Kirche rückt näher. Beim letzten Lichtergottesdienst am 18. Dezember 2025 konnte Gemeindevorsteher Andreas Reinhard bereits „grünes Licht“ für das Bauvorhaben verkünden. Bis zum Bezug des Neubaus wird die Gemeinde jedoch für etwa ca. 18 Monate in einem „Übergangszuhause“ die Gottesdienste feiern.
In diese Zeit der Vorfreude fiel auch der Besuch von Apostel Gerd Kisselbach. Am 26. Februar 2026 versammelte sich die Gemeinde zu diesem besonderen – zugleich vorletzten – Gottesdienst im bisherigen Kirchengebäude. Die Freude über den Apostelbesuch verband sich spürbar mit der Vorfreude auf den Neubeginn.
Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßte Vorsteher Evangelist Andreas Reinhardt den Apostel und alle Geschwister herzlich.
Das Bibelwort, das dem Gottesdienst zugrunde lag, stammte aus Jakobus 2,8:
„Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllt nach der Schrift: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, so tut ihr recht.“
Dieses Wort hatte auch Stammapostel Jean-Luc Schneider am vorausgegangenen Sonntag in seinem Gottesdienst als Grundlage genommen.
Apostel Kisselbach griff das von den Kindern und dem Gemeindechor vorgetragene Lied „Just pray“ auf und erklärte, dass man jederzeit und überall zu Gott beten kann. Er erzählte, dass er in der vergangenen Woche während einer Autofahrt ein telefonisches Seelsorgegespräch geführt und dabei auch mit dem Gesprächspartner gebetet habe. Natürlich hatte er dabei die Hände am Lenkrad und die Augen offen, aber damit zeigt er vor allem den Kindern, dass man überall und ohne feste Form beten könne.
Der Schwerpunkt der Predigt war das Bibelwort aus Jakobus: Wir sollen den Nächsten lieben, um das Gesetz Christi zu erfüllen. Apostel Kisselbach verwies auf Jesu Worte in der Bergpredigt: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch.“ Er erklärte, dass Jesus es bewusst positiv formuliert habe – es geht nicht nur darum, niemandem zu schaden, sondern aktiv Gutes zu tun.
In der Predigtzugabe machte Hirte Jörg Lonthoff deutlich, dass es manchmal schwer sein kann, sich selbst zu lieben. Doch wir haben einen „Trumpf in der Hand“: Durch den Heiligen Geist ist die Liebe Gottes in uns ausgegossen. So tragen wir ein Stück des Wesens Gottes in uns und können daraus Kraft schöpfen.
Bezirksältester Tobias Rother bereitete die Gemeinde auf das Heilige Abendmahl vor. Er brachte es bildhaft: „Manchmal sage ich meiner Frau nicht nur, dass ich sie liebe, sondern ich nehme sie auch in den Arm.“ So wolle Jesus auch uns heute Abend seine Liebe zeigen, indem er uns im Heiligen Abendmahl in den Arm nimmt.
Vor dem Heiligen Abendmahl empfing die kleine Neva Schwab die Gabe Heiligen Geistes durch die Spendung des Sakraments durch Apostel Kisselbach.
Nach dem Gebet, in dem der Apostel für die gemeinsame Zeit im bisherigen Gotteshaus dankte und für das Gelingen des Neubaus und für das Bewahren der Gemeinde betete, sprach er den Schlusssegen.
Die gesamte Gemeinde sang zum Abschluss das Lied "Weißt Du wie viel Sternlein stehen" aus Anlass eines runden Geburtstags - eine junge Schwester wurde nämlich an diesem Tag 10 Jahre alt.
Anschließend gab es mit leckerer Pizza noch Gelegenheit zum Austausch.
28. Februar 2026
Text:
Thorsten Bahl
Fotos:
Frank Schünemann
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